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Thursday, November 14, 2013

Kommet, ihr Hirten (Traditional Bohemian Carol)










See also the English version: The Angels and the Shepherds

1. Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Fraun,
Kommet, das liebliche Kindlein zu schaun,
Christus, der Herr, ist heute geboren,
Den Gott zum Heiland euch hat erkoren.
Fürchtet euch nicht!

2. Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,
Was uns verheißen der himmlische Schall;
Was wir dort finden, lasset uns künden,
Lasset uns preisen in frommen Weisen:
Halleluja!

3. Wahrlich, die Engel verkündigen heut
Bethlehems Hirtenvolk gar große Freud:
Nun soll es werden Friede auf Erden,
Den Menschen allen ein Wohlgefallen:
Ehre sei Gott!

See also the English version: The Angels and the Shepherds

Historical Information

Traditional Bohemian Carol

The Angels and the Shepherds (Kommet, ihr Hirten, English)



See also the German original: Kommet, ihr Hirten

1. Shepherds, O hark ye, glad tidings we bring,
Peace and goodwill to the world now we sing;
See in a manger Christ the Anointed,
Whom for your Saviour God hath appointed.
Alleluia.

2. In yonder manger behold now he lies,
Whom angel voices foretold from the skies.
Seeking thy mercy, we kneel before thee,
Singing thy praises, humbly adore thee.
Alleluia.

3. Still through the ages the song doth resound,
Peace and goodwill on the earth shall abound.
Bear we the tidings to every nation,
Born is the Chirst Child for man’s salvation.
Alleluia.

See also the German original: Kommet, ihr Hirten

Historical Information

Kommet, ihr Hirten, Traditional Bohemian Carol

Wednesday, November 13, 2013

Quem Pastores Laudavere





1. Quem pastores laudavere,
quibus angeli dixere,
absit vobis jam timere,
natus est rex gloriæ.

2. Ad quem reges ambulabant,
aurum, thus, myrrham portabant,
immolabant hæc sincere
Leoni victoriæ.

3. Exultemus cum Maria
In cœlesti heirarchia
Natum promat voce pia
Laus honor et gloria.

4. Christo regi, Deo nato,
per Mariam nobis dato,
merito resonet vere
Dulci cum melodia.

Historical Information

Words: 14th century, Hoenforth MS
Music: German, Breslau, 1555

Monday, November 11, 2013

Maria wallt zum Heiligtum (Johannes Eccard)





See also the English version: When to the Temple Mary Went

Maria wallt zum Heiligtum
und bringt ihr Kindlein dar,
das schaut der greise Simeon,
wie ihm verheißen war.
Da nimmt er Jesum in den Arm
und singt im Geiste froh:
Nun fahr' ich hin mit Freud,
dich, Heiland, sah ich heut,
du Trost von Israel, das Licht der Welt.

See also the English version: When to the Temple Mary Went


Composer: Johannes Eccard (1553-1611)

Tuesday, May 14, 2013

Jesus bleibet meine Freude (J.S. Bach)









Jesus bleibet meine Freude,
meines Herzens Trost und Saft,
Jesus wehret allem Leide,
er ist meines Lebens Kraft,

meiner Augen Lust und Sonne,
meiner Seele Schatz und Wonne;
darum laß' ich Jesum nicht
aus dem Herzen und Gesicht.

See also the English version: Jesu, Joy of Man's Desiring

Background information

Composer: Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Tuesday, July 31, 2012

Von guten Mächten (Dietrich Bonhoeffer)









1. Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben,
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Refrain:
Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
2. Noch will das Alte unsere Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
das Heil, für das du uns bereitet hast.

3. Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern,
aus deiner guten und geliebten Hand.

4. Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

5. Lass warm und still die Kerzen heute flammen,
die du in unsere Dunkelheit gebracht.
Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

6. Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Text: Dietrich Bonhoeffer (1944) 1945/1951

Monday, April 9, 2012

Sonne der Gerechtigkeit



1. Sonne der Gerechtigkeit,
gehe auf zu unsrer Zeit;
brich in deiner Kirche an,
dass die Welt es sehen kann.
Erbarm dich, Herr!

2. Weck die tote Christenheit
aus dem Schlaf der Sicherheit,
das sie deine Stimme hört,
sich zu deinem Worte kehrt.
Erbarm dich, Herr!

3. Schaue die Zertrennung an,
der sonst niemand wehren kann;
sammle großer Menschenhirt,
alles was sich hat verirrt.
Erbarm dich, Herr!

4. Tu der Völker Türen auf;
deines Himmelreiches Lauf
hemme keine List noch Macht.
Schaffe Licht in dunkler Nacht!
Erbarm dich, Herr!

5. Gib den Boten Kraft und Mut,
Glauben, Hoffnung, Liebesglut,
und lass reiche Fruch aufgehn,
wo sie unter Tränen sä'n.
Erbarm dich, Herr!

6. Lass uns deine Herrlichkeit
sehen auch in dieser Zeit
und mit unsrer kleinen Kraft
suchen, was den Frieden schafft.
Erbarm dich, Herr!

7. Lass uns eins sein, Jesu Christ,
wie du mit dem Vater bist,
in dir bleiben allezeit,
heute wie in Ewigkeit.
Erbarm dich, Herr!

8. Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit
sei dem Höchsten allezeit,
der, wie Er ist drei in ein,
uns in ihm lässt eines sein.
Erbarm dich, Herr!

Wednesday, November 9, 2011

O Little One Sweet, O Little One Mild







See also German Original: O Jesulein süß, o Jesulein mild

O little one sweet, O little one mild,
Thy Father's purpose thou hast fulfilled;
Thou cam'st from heav'n to mortal ken,
Equal to be with us poor men,
O little one sweet, O little one mild.

O little one sweet, O little one mild,
With joy thou hast the whole world filled;
Thou camest here from heav'n's domain,
To bring men comfort in their pain,
O little one sweet, O little one mild.

O little one sweet, O little one mild,
In thee Love's beauties are all distilled;
Then light in us thy love's bright flame,
That we may give thee back the same.
O little one sweet, O little one mild.

O little one sweet, O little one mild,
Help us to do as thou hast willed.
Lo, all we have belongs to thee!
Ah, keep us in our fealty!
O little one sweet, O little one mild.

See also German Original: O Jesulein süß, o Jesulein mild

Words: Samuel Scheidt (1650); trans. Percy Dearmer (1928)

O Jesulein süß, o Jesulein mild







See also English version: O Little One Sweet, O Little One Mild

O Jesulein süß, o Jesulein mild!
Deines Vaters Willen hast du erfüllt,
bist kommen aus dem Himmelreich,
uns armen Menschen worden gleich.
O Jesulein süß, o Jesulein mild!

O Jesulein süß, o Jesulein mild!
Deins Vaters Zorn hast du gestillt,
du zahlst für uns all unser Schuld
und bringet uns in deins Vaters Huld.
O Jesulein süß, o Jesulein mild!

O Jesulein süß, o Jesulein mild!
Mit Freuden hast du die Welt erfüllt.
Du kommst herab vons Himmels Saal
Und tröstest und in dem Jammertal.
O Jesulein süß, o Jesulein mild!

O Jesulein süß, o Jesulein mild!
Sei unser Schirm und unser Schild,
wir bitten durch dein Geburt im Stall,
beschütz uns all vor Sündenfall.
O Jesulein süß, o Jesulein mild!

O Jesulein süß, o Jesulein mild!
Du bist der Lieb ein Webenbild.
Zünd an in uns der Liebe Flamm,
dass wir dich lieben allzusamm.
O Jesulein süß, o Jesulein mild!

O Jesulein süß, o Jesulein mild!
Hilf, dass wir tun alls, was du willt,
was unser ist, ist alles dein,
ach lass uns dir befohlen sein.
O Jesulein süß, o Jesulein mild!

See also English version: O Little One Sweet, O Little One Mild

Text: Samuel Scheidt (1650)

Saturday, December 11, 2010

Vom Himmel hoch da komm ich her







1. Vom Himmel hoch da komm ich her,
Ich bring' euch gute neue Maehr,
Der guten Maehr bring ich so viel,
Davon ich sing'n und sagen will.

2. Euch ist ein Kindlein heut' gebor'n
Von einer Jungfrau auserkor'n,
Ein Kindelein so zart und fein,
Das soll eu'r Freund und Wonne sein.

3. Es ist der Herr Christ unser Gott,
Der will euch fuehr'n aus aller Noth,
Er will eu'r Heiland selber sein,
Von allen Suenden machen rein.

4. Er bringt euch alle Selighkeit,
Die Gott der Vater hat bereit't,
Dass ibr mit uns im Himmelreich
Sollt leben nun und ewiglich.

5. So merket nun das Zeichen recht,
Die Krippen, Windelein so schlecht;
Da sindet ihr das Kind gelegt,
Das alle Welt erhaelt und traegt.

6. Dess lasst uns Alle froehlich sein
Und mit den Hirten geh'n hinein,
Zu seh'n was Gott uns hat bescheert,
Mit seinem lieben Sohn verehrt.

7. Merk auf, mein Herz, und sieh dort hin:
Was liegt doch in dem Krippelein?
Wess ist das schoene Kindelein?
Es ist das liebe Jesulein.

8. Bis willekomm, du edler Gast,
Den Suender nicht verschmaehet hast,
Und koemmst in Elend her zu mir,
Wie soll ich immer danken dir?

9. Ach Herr, du Schoepfer aller Ding',
Wie bist du worden so gering,
Dass du da liegst auf duerrem Gras,
Davon ein Kind und Esel ass.

10. Uud waer' die Welt vielmal so weit,
Von Edelstein und Gold bereit't,
So waer sie doch dir viel zu klein,
Zu sein ein enges Wiegelein.

11. Der Sammet und die Seiden dein,
Das ist grob Heu und Windelein,
Darauf du Koen'g so gross und reich
Herprangst, als waers dein Himmelreich.

12. Das hat also gefallen dir,
Die Wahrheit anzuzeigen mir:
Wie aller Welt Macht, Ehr und Gut
Fuer dir nichts gilt, nicht hilft noch thut.

13. Ach, mein herzliebes Jesulein,
Mach dir ein rein sanft Bettelein,
Zu ruhen in mein's Herzens Schrein,
Dass ich nimmer vergesse dein.

14. Davon ich allzeit froehlich sei,
Zu springen, singen immer frei
Das rechte Susannine* schon,
Mit Herzen Lust den suessen Ton.

15. Lob, Ehr sei Gott im hoechsten Thron,
Der uns schenkt seinen ein'gen Sohn,
Des freuen sich der Engel Schaar
Und singen uns solch's neues Jahr.

Composer: Martin Luther (1534)

Wednesday, July 14, 2010

Wir glauben all' an einen Gott (Martin Luther) / Creed



Wir glauben all' an einen Gott

Wir glauben all' an einen Gott,
Schöpfer Himmels und der Erden,
Der sich zum Vater geben hat,
Daß wir seine Kinder werden.
Er will uns allzeit ernähren,
Leib und Seel' auch wohl bewahren,
Allem Unfall will er wehren,
Kein Leid soll uns widerfahren;
Er sorget für uns, hüt't und wacht,
Es steht alles in seiner Macht.

Wir glauben auch an Jesum Christ,
Seinen Sohn und unsern Herren,
Der ewig bei dem Vater ist,
Gleicher Gott von Macht und Ehren;
Von Maria, der Jungfrauen,
Ist ein wahrer Mensch geboren
Durch den Heil'gen Geist im Glauben,
Für uns, die wir war'n verloren,
Am Kreuz gestorben und vom Tod
Wieder auferstanden durch Gott.

Wir glauben an den Heil'gen Geist,
Gott mit Vater un dem Sohne,
Der aller Blöden Tröster heisst
Und mit Gaben zieret schöne,
Die ganz' Christenheit auf Erden
Hält in einem Sinn gar eben;
Hier all' Sünd' vergeben werden,
Das Fleisch soll auch wieder leben.
Nach diesem Elend ist bereit
Uns ein Leben in Ewigkeit. Amen.

Text: Martin Luther, 1525

Wir pflügen, und wir streuen



See also the English translation: We Plough The Fields And Scatter

Wir pflügen, und wir streuen den Samen auf das Land,
doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand:
der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf
und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf

Refrain:
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm dankt, drum dankt ihm dankt
und hofft auf ihn.
Er sendet Tau und Regen und Sonn und Mondenschein
und wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein
und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot
es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott. (Refrain)

Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her,
der Strohhalm und die Sterne, das Sandkorn und das Meer.
Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst von ihm
das schöne Frühlingswetter und Schnee und Ungestüm. (Refrain)

Er läßt die Sonn aufgehen, er stellt des Mondes Lauf;
er läßt die Winde wehen und tut die Wolken auf.
Er schenkt uns soviel Freude, er macht uns frisch und rot;
er gibt den Kühen Weide und seinen Kindern Brot. (Refrain)

Historical Information (in German)

Text: Matthias Claudius (1782)
Tune: WIR PLÜGEN, Irr.

Thursday, June 3, 2010

Vater unser im Himmel (The Lord's Prayer / German)



Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Sunday, April 11, 2010

Gelobt sei Gott (Germany)





Gelobet sei Gott im höchsten Thron,
samt seinem eingebornen Sohn,
der für uns hat genuggetan.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Als er allhier, gewandet hat,
versöhnet Sünd und Missetat
durch seinen unschüldigen Tod.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Nach welchem er gesalbet wart,
begraben nach jüdische Art
und damit Hütern woll verwart.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Des Morgens früh am dritten Tag,
wie noch der Stein am grabe Tag,
ersind er frei un alle Klag.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Ein engel steig vom Himmel hrab
und tät den großen Stein vom Grab,
welchs den Hütern zubrach gab.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Der Engel saß sich auf den stein,
sein Kleid war weiß, sein Antlitz schein
gleich wie d´ Plitz ganz hell und rein.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Da kamen Weibsbilder dar,
worden des Engels auch gewar
und entsatzten sich ganz und gar.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Der Engel sprach ,Ei, fürcht euch nicht
denn ich weiß woll was euch gebricht:
Ihr Sucht Jesum, den Feind ihr nicht.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Er ist erstanden von den Tod,
hat überwunden alle Not,
kommt, secht, wo er gelegen hat.´
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Sie gingen forchtsam in das Grab,
in dem da saß einander Knab,
des Glanz ihn auch erschrecken gab.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Da sagten die engel zu ihn,
Den ihr Sucht, d´ist schon dahin,
in Gallilea sind ihr ihn.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Denkt, wz er euch gesagt hat,
wie wündt Auferstehn vom Tod
und weißt, das sichs ergangen hat.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Geht hin, und sagt seinn Jüngern frei,
dz er vom tod erstanden sei,
und denket seiner Wort Dabei.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Heißt sie in Gallileam gehn,
das sie da selbst vor ihm stehn,
so bald ein wenig Tag vergehn,
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Die weiben Fielten dieser Leer,
und sagten dem Betrübten Heer,
wie Jesus Wegs getragen wär.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Doch glaubten dies die Jüngen nicht,
weit in diese wäre Geschicht,
noch nicht recht kam fur ihr Gesicht.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Und bieten wir dich Jesn Christ,
weil du vom Tod erstanden bist,
verlei was uns seliglich ist.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

O mach unser herzen bereit
Anzuchtnen deine Warheit
und alle Eigensinnigkeit.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Damit wir, von Sünden gefreut,
deinem namen Gebenedeit
frei mögen singe Allezeit.
R: Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Words: Michael Weiße (1531)
Music: Melchior Vulpius (1609)

Thursday, April 8, 2010

Christ ist erstanden (Germany)





Christ ist erstanden
Von der Marter alle,
Des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein.
Kyrie eleis.

Wär er nicht erstanden,
So wär die Welt vergangen;
Seit daß er erstanden ist,
So lobn wir den Vater Jesu Christ.
Kyrie eleis.

Halleluja,
Halleluja, Halleluja!
Des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein.
Kyrie eleis.

Historical Information (Wikipedia)

Text: Paraphrase of Victimae Paschali Laudes (12th c.)
Music: Salzburg, 1160/1433; Wittenberg, 1529

Sunday, April 4, 2010

Christ lag in Todesbanden (Germany)



Christ lag in Todesbanden,
Für unsre Sünd' gegeben,
Der ist wieder erstanden
Und hat uns bracht das Leben.
Des wir sollen fröhlich sein,
Gott loben und dankbar sein
Und singen: Halleluja!
Halleluja!

Den Tod Niemand zwingen konnt'
Bei allen Menschenkindern;
Das macht alles unser' Sünd',
Kein' Unschuld war zu sinden.
Davon kam der Tod so bald
Und nahm ueber uns Gewalt,
Hielt uns in sei'm Reich gefangen.
Halleluja!

Jesus Christus, Gottes Sohn,
An unser Statt ist kommen,
Und hat die Sünde abgethan,
Damit dem Tod genommen
All sein Recht und sein' Gewalt,
Da bleibt nichts denn Tod's Gestalt,
Den Stachel hat er verloren.
Halleluja!

Es war ein wunderlicher Krieg,
Da Tod und Leben rungen;
Das Leben, das behielt den Sieg,
Es hat den Tod verschlungen.
Die Schrift hat verkündet das,
Wie ein Tod den andern fraß,
Ein Spott der Tod ist worden.
Halleluja!

Hier ist das rechte Osterlamm,
Davon Gott hat geboten,
Das ist dort an des Kreuzes Stamm
In heißer Lieb' gebraten;
Des Blut zeichnet unsre Tür,
Das hält der Glaub' dem Tod für,
Der Würger kann nicht würgen.
Halleluja!

So feiern wir dies hohe Fest
Mit Herzens Freud' und Wonne,
Das uns der Herre scheinen läßt;
Er ist selber die Sonne,
Der durch seiner Gnaden Glanz
Erleucht't unsre Herzen ganz,
Der Sünd' Nacht ist vergangen.
Halleluja!

Wir essen nun und leben wohl
In rechten Osterfladen;
Der alte Sauerteig nicht soll
Sein bei dem Wort der Gnaden.
Christus will die Koste sein
Und speisen die Seel' allein;
Der Glaub' kein's andern lebet.
Halleluja!

Background Information (Wikipedia)

Paraphrase of Victimae Paschali Laudes (ascribed to Wipo of Burgundy) by Martin Luther (1524) English Bio / German Bio

Friday, March 5, 2010

Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen (Germany)





Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen,
Daß man ein solch scharf Urteil hat gesprochen?
Was ist die Schuld? In was für Missetaten
Bist du geraten?

Du wirst verspeit, geschlagen und verhöhnet,
Gegeißelt und mit Dornen scharf gekrönet,
Mit Essig, als man dich ans Kreuz gehenket,
Wirst du getränket.

Was ist die Ursach' aller solcher Plagen?
Ach, meine Sünden haben dich geschlagen!
Ich, ach Herr Jesu, habe dies verschuldet,
Was du erduldet.

Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe!
Der gute Hirte leidet fuer die Schafe,
Die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte,
Für seine Knechte.

Der Fromme stirbt, so recht und richtig wandelt;
Der Böse lebt, so wider Gott misshandelt;
Der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen,
Gott wird gefangen.

Ich war von Fuß auf voller Schand' und Sünden,
Bis zu dem Scheitel war nichts Gut's zu finden;
Dafür hätt' ich dort in der Hölle müßen
Ewiglich büßen.

O große Lieb', o Lieb' ohn' alle Masse,
Die dich gebracht auf diese Marterstraße!
Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden,
Und du mußt leiden.

Ach, großer König, groß zu allen Zeiten,
Wie kann ich g'nugsam solche Treu' ausbreiten!
Kein menschlich Herze mag sich dies ausdenken,
Was dir zu schenken.

Ich kann's mit meinen Sinnen nicht erreichen,
Mit was doch dein Erbarmen zu vergleichen;
Wie kann ich dir denn deine Liebestaten
Im Werk erstatten?

Doch ist noch etwas, das dir angenehme:
Wenn ich des Fleisches Lüste dämpf' und zähme,
Daß sie aufs neu' mein Herze nicht entzünden
Mit alten Sünden.

Weil aber dies nicht steht in eignen Kräften,
Dem Kreuze die Begierden anzuheften,
So gib mir deinen Geist, der mich regiere,
Zum Guten führe!

Alsdann so werd' ich deine Huld betrachten,
Aus Lieb' zu dir die Welt für nichts erachten.
Ich werde mich bemühen, deinen Willen
Stets zu erfüllen.

Ich werde dir zu Ehren alles wagen,
Kein Kreuz nicht achten, keine Schmach noch Plagen,
Nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen
Nehmen zu Herzen.

Dies alles, ob's für schlecht zwar ist zu schätzen,
Wirst du es doch nicht gar beiseitesetzen.
In Gnaden wirst du dies von mir annehmen,
Mich nicht beschämen.

Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne
Auf meinem Haupte stehn die Ehrenkrone,
Da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen,
Lob und Dank singen.

Historical Background (Wikipedia)

Words: Johann Heermann (1630) German Bio / English Bio
Music: Johann Crüger, in Neues vollkömliches Gesangbuch (1640) German Bio / English Bio

Saturday, February 27, 2010

O Mensch, bewein dein Sünde groß (Germany)



O Mensch, bewein dein Sünde groß

O Mensch, bewein dein Sünde groß,
darum Christus seins Vaters Schoß
äußert und kam auf Erden;
von einer Jungfrau rein und zart
für uns er hier geboren ward,
er wollt der Mittler werden.
Den Toten er das Leben gab
und tat dabei all Krankheit ab,
bis sich die Zeit herdrange,
daß er für uns geopfert würd,
trüg unsrer Sünden schwere Bürd
wohl an dem Kreuze lange.

So laßt uns nun ihm dankbar sein,
daß er für uns litt solche Pein,
nach seinem Willen leben.
Auch laßt uns sein der Sünde feind,
weil uns Gotts Wort so helle scheint,
Tag, Nacht danach tun streben,
die Lieb erzeigen jedermann,
die Christus hat an uns getan
mit seinem Leiden, Sterben.
O Menschenkind, betracht das recht,
wie Gottes Zorn die Sünde schlägt,
tu dich davor bewahren!

Words: Sebald Heyden (1530)
Music: Matthias Greitter (1525)

Friday, February 26, 2010

Aus tiefer Not schrei ich zu dir (Germany)



1. Aus tiefer Not schrei ich zu dir,
Herr Gott, erhör mein Rufen.
Dein gnädig Ohren kehr zu mir
Und meiner Bitt sie öffen.
Denn so du willst das sehen an,
Was Sünd und Unrecht ist getan,
Wer kann, Herr, vor dir bleiben?

2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gonst,
Die Sünden zu vergeben.
Es ist doch unser Tun umsonst
Auch in dem besten Leben.
Vor dir niemand sich rühmen kann,
Des muß dich fürchten jedermann
Und deiner Gnaden leben.

3. Darum auf Gott will hoffen ich
Auf mein Verdienst nicht bauen;
Auf ihn mein Herz soll lassen sich
Und seiner Güte trauen,
Die mir zusagt sein wertes Wort,
Das ist mein Trost und treuer Hort,
Des will ich allzeit harren.

4. Und ob es währt bis in die Nacht
Und wieder an den Morgen,
Doch soll mein Herz an Gottes Macht
Verzweifeln nicht noch sorgen.
So tu Israel rechter Art,
Der aus dem Geist erzeuget ward,
Und seines Gotts erharre.

5. Ob bei uns ist der Sünden viel,
Bei Gott ist viel mehr Gnaden;
Sein Hand zu helfen hat kein Ziel
Wie groß auch sei der Schaden.
Er ist allein der gute Hirt,
Der Israel erlösen wird
Aus seinen Sünden allen.

Setting of Psalm 130 (De Profundis)

Text & Music: Martin Luther (1524) Bio in English / German

Sunday, February 14, 2010

Nun danket alle Gott (Germany)





See also the English translation: Now Thank We All Our God

Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen.
Der große Dinge tut an uns und allen Enden,
Der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an
Unzählig viel zu gut bis hierher hat getan.

Der ewig reiche Gott woll uns in unserm Leben
Ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben
Und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort
Und uns aus aller Not erlösen hier und dort.

Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne
Und Gott, dem Heilgen Geist im höchsten Himmelsthrone,
ihm, dem dreieinen Gott, wie es im Anfang war
Und ist und bleiben wird so jetzt und immerdar.

Background historical Information from Wikipedia:
in German
in English

Composer: Martin Rinckart (1586–1649) [English summary]